Die Demokratisierung der Daten

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Manches Unternehmensreporting mag gegenüber den neuesten Entwicklungen im Bereich Big Data angestaubt wirken. Doch Unternehmen sind auf beides angewiesen – und das mehr denn je. Genau hier kommt SQL Server 2016 ins Spiel, sagt Lindsay Clark.

Die Demokratisierung der Daten

Manches Unternehmensreporting mag gegenüber den neuesten Entwicklungen im Bereich Big Data angestaubt wirken. Doch Unternehmen sind auf beides angewiesen – und das mehr denn je. Genau hier kommt SQL Server 2016 ins Spiel, sagt Lindsay Clark.

Ein Jahr ist jetzt vergangen seit der Research-Anbieter Gartner das Ende von Big Data verkündete. Dieses einst hochgejubelte Konzept stürzte 2015 in Gartners „Hype-Zyklus“ ins „Tal der Enttäuschungen“ und wurde ein für alle Mal beerdigt. Big Data, so argumentierte Gartner, sei zu dominant und vielfältig geworden, um es mit einem einzigen Begriff treffend beschreiben zu können.

Der Terminus „Big Data“ wurde bereits 1998 geprägt, vor gut fünf Jahren war er dann in aller Munde. Seitdem haben zahllose Start-ups und etablierte Anbieter die Unternehmen dabei begleitet, riesige, unstrukturierte Datenmengen aus Clickstreams, Smartphone-Standorten, sozialen Medien und vielen anderen Quellen für ihre Zwecke zu nutzen, um bessere Geschäftsentscheidungen zu treffen.

Doch das Aufsehen rund um Big Data verschleierte, was vielen Unternehmen noch immer fehlte: ein stets aktueller, einheitlicher und zugänglicher Ansatz zur Erfassung von Absatzzahlen, Finanzen, Betrieb und Lieferkette im gesamten Unternehmen.

Als der Hype um Big Data um das Jahr 2011 seinen Höhepunkt erreichte, begann der Konsumgüterriese Unilever mit der Implementierung einer neuen Datenbankarchitektur für seine geschäftliche Berichterstattung. Ziel war es, die Systemleistung zu verbessern, um Datenabfragen von Analysten zu ermöglichen. Außerdem sollten Firmennutzer aus aller Welt mit drei Mausklicks Zugang zur Berichterstattung von Unilever bekommen.

Da das Konzept Big Data nun auf dem Müllplatz der Hype-Geschichte gelandet ist, sollte der Blick wieder verstärkt auf konventionelles, strukturiertes Business Reporting gelegt werden. Denn gutes Reporting kann für ein Unternehmen erfolgsentscheidend sein, zumal die Marktnachfrage komplexer wird und sich immer schneller verändert.

Laut PWC sind firmenweite Reportinglösungen der effizienteste Weg, Informationen der Geschäftsführung zu konsolidieren. Sie ermöglichen es den Unternehmen, ihre Produkt- und Kundenportfolios zu verwalten und verringern die Kosten für die Datenverwaltung um die Hälfte, so das Beratungsunternehmen.

Dashboard-Notstand in der Geschäftsführung

Gartner fand heraus, dass Unternehmensleiter nur in Ausnahmefällen klare und aktuelle Einblicke in die für sie relevanten Leistungskennzahlen bekommen: 71 % der Entscheider in Unternehmen und IT-Firmen wussten zwar, welche Schlüsselindikatoren (KPI) für ihre jeweilige Geschäftsstrategie relevant waren. Doch nur 48 % hatten Zugriff auf Daten, aus denen die Zusammenhänge zwischen ihrer eigenen Arbeit und den strategischen Kennziffern hervorgingen. Und nur 31 % haben Dashboards, die diese Daten visualisieren können.

Samantha Searle, Forschungsanalystin bei Gartner, sagt: „[Unternehmen] begnügen sich mit historischen Daten und verpassen so die Chance, Geschäftsmöglichkeiten zur Profitsteigerung auszunutzen oder im geeigneten Moment einzuschreiten, um unvorhergesehene Ereignisse abzuwenden. Beides führt zu Gewinneinbußen.“

So müssen Firmen ihre Geschäftsprozesse ständig im Blick haben, um dem wachsenden Bedarf an Echtzeitanpassungen gerecht zu werden. Nur so können sie die Leistungsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit ihres Unternehmens gegenüber Marktveränderungen verbessern. Doch laut Gartner tun sich viele mit den immer kürzer werdenden Geschäftszyklen schwer.

Deshalb werden Softwarepakete zur Verwaltung von Geschäftsprozessen und Operational-Intelligence-Plattformen eingeführt, die eine schnellere Reaktion auf unvorhergesehene Störungen im Geschäftsablauf ermöglichen. Diese nutzten laut Gartner Vorhersageanalysen (Predictive Analytics) und erleichterten die Erkennung relevanter Variablen.

Zügige Berichterstattung hält Unternehmen auf Kurs

Für Clive Longbottom, Gründer des Analystenbüros Quorica, bedeuten diese Trends, dass Firmen ihre Berichtszyklen verkürzen und neue Datenquellen erschließen müssen.

„Wenn sich ein Unternehmen mit einer gewissen Größe auf vierteljährliche Berichte verlässt, ist das, als warte man bei einem Supertanker, bis er eine Meile vom Kurs abgewichen ist, bevor man das Steuerrad in die Hand nimmt. Die Kurskorrektur dauert entsprechend lange. Wenn Sie jedoch bereits leichte Kursabweichungen erkennen können, reichen kleinere Anpassungen, die weniger Zeit benötigen. Je schneller also die Berichterstattung ist und je mehr Informationen sie enthält, desto leichter kann man eingreifen.“

Dazu könnten sowohl strukturierte Daten aus dem Unternehmen als auch halbstrukturierte Daten nötig sein, so Longbottom. „Man braucht Daten, die aktuell, nützlich und kontextualisiert sind, um Entscheidungen treffen zu können. Genau damit tut sich Oracle schwer: Die Daten werden in relationalen Datenbanken geführt und ergeben ein undurchsichtiges Gewirr. Natürlich haben relationale Datenbanken und Tabellen auch weiterhin ihre Berechtigung. Doch auch Schnellsuchen und das Einspeisen weniger strukturierter Daten aus dem Internet müssen möglich sein. Diese müssen dann wiederum mit relationalen Tabellen verknüpft werden. Hat man das einmal geschafft, kann man die Leistung des Unternehmens im Zusammenhang betrachten, kurzfristige Prognosen treffen und die Ergebnisse firmenintern weitergeben.“

Microsoft verbindet Big Data und Reporting

Der von Microsoft bei SQL Server 2016 verfolgte Ansatz ist genau dafür geeignet, so Longbottoms Einschätzung. Aufgebaut auf der Microsoft Cloud-Datenbank Azure SQL, bietet SQL Server 2016 Zugang zu Big-Data-Technologien wie Hadoop und NoSQL und sorgt parallel für einen schnellen und sicheren Umgang mit relationalen Datenbanken. So können Nutzer die beiden Sphären „strukturiert“ und „unstrukturiert“ in ein und derselben Umgebung nutzen.

Gartner hat Microsoft 2015 und 2016 bereits in seinem „Magischen Quadranten“ für Lösungen im Bereich Data Warehouse und Datenmanagement gelistet. SQL Server 2016 enthält eine ganze Reihe neuer Funktionen zur Verbesserung von Berichtswesen, Intelligence und Analytik, so Microsoft. Die Analyseinfrastruktur befindet sich nun innerhalb der Datenbank, anstatt extern auf sie angewendet zu werden. Der Effekt: Schnelligkeit und Effizienz des Systems werden optimiert, da die Daten für die

Analyse nicht mehr aus unterschiedlichen Datenbanken zusammengeführt werden müssen. Weitreichendes Data-Mining und Reports mit mehrdimensionalen Datenmodellen, die sich über das Add-in PowerPivot in Excel-Tabellen umwandeln lassen, sind ebenfalls möglich. Die Datenbank-Engine enthält Funktionen mit hoher Verfügbarkeit wie Ausfallsicherung und Replikation.

Laut Microsoft bietet SQL Server 2016 „bahnbrechende“ Leistung und Effizienz. So findet die Datenbank auf einem einzigen Server mit vier Xeon E7-Prozessoren Platz. Eine komplexe Abfrage des kompletten 100 TB-Datensatzes dauert nur 5,3 Sekunden.

Die neuartige Firmendatenbank verfügt auch über hochentwickelte Microsoft-Analysetools und Power-BI – sowohl lokal als auch in der Cloud. Ziel ist es, die Erstellung von KPI- und anderen Daten-Dashboards zu erleichtern, die auch für mobile Geräte geeignet sind und über SQL 2016 auf die eigenen Server geladen werden können. Mit dem Mobile Report Publisher lassen sich direkt aus dem Tool maßgeschneiderte Dashboards erstellen, die mit aktuellen Browser-Schnittstellen und mobilen Apps kompatibel sind.

Auch das unabhängige Analystenhaus Ovum ist von Microsofts Fähigkeit beeindruckt: Advanced Analytics und Berichtstechniken für Unternehmensnutzer sind auch mit geringerem technischen Wissen verfügbarer.

Schlankes Berichtswesen in einer einzigen Umgebung

Microsoft sei es gelungen, seine lange Tradition beliebter und verbreiteter Firmenanwendungen mit übersichtlichen Visualisierungen, einem aggressiven Preisargument und Kompatibilität mit gängigen Tools zu nutzen, so Ovum. „[SQL 2016] erweitert Windows um wichtige Funktionen: erweitertes In-Memory-Computing, Pushdown In-Database-Analytics, eine granularere und dynamischere Datensicherheit, hybride Cloud-Unterstützung und Steuerungsfunktionen, die ganz auf Produktivität und Compliance ausgerichtet sind.“

Ein Alleinstellungsmerkmal von SQL Server gegenüber Konkurrenzprodukten sieht Ovum vor allem in den SQL Server Reporting Services (SSRS). „Die Reportingtools von Oracle und IBM DB2 sind Bestandteil größerer BI-Pakete, während Teradata keine eigenen Reportingwerkzeuge bietet. Mit SSRS können Nutzer des SQL Servers den Zukauf individueller BI- oder Visualisierungstools umgehen.“

Microsoft bietet außerdem SQL Server Analysis Services (SSAS) an – ein Add-on für mehrdimensionales Online Analytical Processing (OLAP) zur schnelleren Berichterstellung. Außerhalb der Datenbank kann das gängige Tabellenkalkulationsprogramm Excel mit seinen Funktionen analytische Berichte erstellen.

Berichte erreichen auch Mobilnutzer

Mit SQL Server 2016 ist auch das Erstellen von Berichten für Android, iOS und Windows Phone möglich. Ovum fasst zusammen: „SSRS-Mobilberichte werden dynamisch an das jeweilige Format angepasst – Tablet und Smartphone erhalten jeweils eigene Versionen. Das ist dank der 2015 erfolgten Übernahme von Datazen Software durch Microsoft möglich. Microsoft hat einen Server entwickelt, der SSRS und Visualisierungen aus Microsoft Power BI in Mobilformate konvertiert. Diese Funktion wurde auch in SQL Server 2016 integriert, so dass eigenständige Server für mobile Berichte der Vergangenheit angehören. Natürlich ist Microsoft nicht der erste Anbieter, der mobiles BI-Reporting ermöglicht. Dieses ist bereits in vielen anderen BI-, Reporting- und Visualisierungsprogrammen verfügbar. Doch dank der Einbindung in die Kerndatenbank erhalten

Microsoft-Kunden grundlegende Berichtsfunktionen ohne Mehrkosten und Aufwand durch zusätzliche Programme – und das auch mobil.“

Ovum kommt zu dem Ergebnis, dass der neue HTML5-basierte Web Report Manager nun auch die Erstellung mobiler Berichte unterstützt. So könne über ein und dasselbe Portal sowohl auf mobile als auch auf Desktop-Berichte zugegriffen werden.

All diese Funktionen gewährleisten eine auf die Minute genaue Unternehmensberichterstattung, die Nutzern ungeachtet ihres jeweiligen Aufenthaltsortes zugänglich ist, ohne sich dazu in ein PC-basiertes System einloggen zu müssen.

Bessere Informationen, schnellere Entscheidungen

Für Clive Longbottom steht fest: Sollte SQL Server 2016 die Erwartungen erfüllen, können Unternehmensentscheider jetzt direkt auf genau die Informationen zugreifen, die sie benötigen, um ihr Unternehmen rechtzeitig in die richtige Richtung zu lenken.

„Das ist der Beginn einer Demokratisierung der Daten. Es geht darum, Informationen zugänglich zu machen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse dann an die Entscheider weiterleiten zu können. So sind Unternehmen nicht länger Getriebene der Umstände. Vielmehr können sie vorausschauend handeln und Entwicklungen frühzeitig erkennen.“

Laut Microsoft haben mit SQL Server 2016 viel mehr Nutzer mobiler Business Anwendungen Zugang zur konventionellen Berichterstattung und zu unstrukturierten Big-Data-Beständen als zuvor – und das schneller und deutlich preiswerter als mit Konkurrenzprodukten. Gartner konnte zeigen, dass die Kosten für SQL 2016 eine Ersparnis von 50 Prozent gegenüber Oracle oder SAP HANA ermöglicht.

Es steht außer Frage, dass die Märkte immer dynamischer und störungsanfälliger werden und Unternehmen müssen sich fragen, ob sie sich einen Verzicht auf SQL 2016 wirklich leisten können.

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