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Ursula Spiller

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Getting on Top of Your Oracle Licensing - what you need to know

Oracle Lizenzierung bringt eine sehr hohe Komplexität mit sich, welche stark von den Funktionalitäten und der zur Verfügung gestellten Ressourcen der Infrastruktur abhängt. Dieser Umstand wird schnell klar, wenn Oracle Datenbanken von physikalischen Servern in die virtuelle Welt angehoben werden. In virtuellen Umgebungen wird Oracle nach dem Prinzip von «Full Capacity» lizenziert, was bedeutet, dass der komplette Footprint der zur Verfügung stehenden Ressourcen lizenziert werden muss. Neue Funktionen wie Live Migration von VMware (ESX 6.0) haben diesen Footprint enorm erweitert, was dazu führt, dass sich die Zielpreise schnell in grossen Höhen bewegen.

Viele Endkunden sind sich dieser Problematik nicht bewusst und sind dadurch enormen Risiken ausgesetzt. Wie finde ich als Endkunde nun für mich das optimale Modell? Zuerst müssen die Infrastruktur und die Technologie so gut wie möglich dem tatsächlichen Bedarf angepasst werden. Auch muss sichergestellt werden, dass dieser Bedarf und die zur Verfügung stehenden Ressourcen selbst limitiert sind. Genau diese Limitation ist wichtig, um die Kosten im Oracle Umfeld im Griff zu behalten, denn der grösste Kostentreiber ist der Prozessor (OCPU)!

 

Gehen wir noch einen Schritt weiter, gibt uns Oracle die Möglichkeit, DBs auch in der Oracle Cloud oder OnPremise als Cloud@Customer zu betreiben. Lizenzrechtlich betrachtet sind diese Modelle sehr spannend, denn sie erlauben es, den effektiven Bedarf pro Server (VM) zu lizenzieren und nicht Full Capacity, was bedeutet, dass die Prozessoranzahl massiv reduziert werden kann! Sollten Sie Oracle beispielsweise auf AWS oder Azure betrieben wollen, gibt es ähnliche Modelle die dies zulassen. Man spricht dabei von «Bring your own License» (BYOL), womit eine Oracle DB sogar in einer Public Cloud eines Drittanbieters betrieben werden kann. Sollte hierbei die Public Cloud aus Datensicherheitsgründen kein Thema sein, ist Cloud@Customer von Oracle eine spannende Alternative, denn damit wird die lokale Datenhaltung sichergestellt. Es gibt also verschiedenste Möglichkeiten, und Crayon bietet mit dem «Oracle Optimization Service» die Gelegenheit, verschiedene Lizenzszenarien bewerten zu können und die Vor- und Nachteile abzuwägen. Wichtig ist es, eine klare Strategie zu entwickeln, welche sicherstellt, dass man stets compliant ist und den eigenen Bedarf optimiert lizenziert hat.

 

Um entsprechend der Anforderungen lizenzieren zu können, muss natürlich auch bedürfnisorientierte Hardware im Betrieb sein. Oracle Datenbanksysteme erfordern geeignete Infrastrukturen, sei es nun als Plattform im eigenen Data Center oder als Cloud Service. Da die Leistungskennzahlen einer solchen Oracle Infrastruktur unglaublich komplex sind, können sie nur mit einem Benchmark (Leistungsvermessung) ermittelt werden. Dieser genaue Blick lohnt sich, denn mithilfe eines Benchmarks kann ganz einfach überprüft werden, ob die Performance Erwartungen an die Infrastruktur überhaupt erfüllt werden können und ob die versprochenen (und unter Laborbedingungen ermittelten) Performance Kennzahlen der Hersteller in der Praxis erreicht werden.

Ein Benchmark ermöglicht auch eine fundierte Kapazitätsplanung mit zuverlässigen Kennzahlen und hilft schliesslich bei der Auswahl von Systemen und Komponenten mit optimalem Preis-/Leistungsverhältnis. So sind faktenbasierte Entscheidungen bei der Systemarchitektur (Komponenten, Technologien, Konfigurationen) möglich, die zu effizienten Infrastrukturen mit niedrigen Kosten führen. Die Performanceanforderungen werden auf Anhieb erfüllt und eine prognostizierbare Leistung bei stabilem Systemverhalten wird geliefert.

 

Zum Benchmarking von Oracle Infrastrukturen wurde eigens die peakmarks® Software entwickelt. Damit ist es jedem Oracle Datenbankbetreiber möglich, mit geringem Aufwand und innerhalb von wenigen Stunden Leistungskennzahlen für typische Oracle Workloads in unterschiedlichen Situationen zu ermitteln. Die Notwendigkeit langandauernder, komplizierter und teurer Machbarkeitsstudien entfällt. Der Prozess läuft vollautomatisch ab und liefert innert kürzester Zeit vollständige, detaillierte und leicht verständliche Leistungsbeschreibungen von Oracle Infrastrukturen. Die Software ist konfigurierbar – skaliert vom Notebook bis zu den grössten Clustersystemen – und von Engineers mit Oracle Kenntnissen einfach zu bedienen. Das Leistungsverhalten verschiedener Lösungen, sei es im eigenen Data Center oder als Cloud Service, kann problemlos überprüft werden und die Ergebnisse sind vergleichbar. Mit dem richtigen Durchblick kann somit vermieden werden, dass halb-ausgelastete und voll-lizenzierte Hardware zum Einsatz kommt und unnötig Kosten verursacht.

 

Gerade bei Oracle können die Infrastruktur und die Software nur Hand in Hand zu einer optimalen Einheit werden. Deswegen sorgen in der Schweiz Crayon und Tradeware gemeinsam dafür, dass eine umfassende und persönlich abgestimmte Lösung gefunden und implementiert werden kann.

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Crayon Listed on the Norwegian Stock Exchange

Crayon Listed on the Norwegian Stock ExchangeEs ist ein stolzer Moment für das ganze Crayon Team: von unseren Gründern, die das Business in 2002 aufgezogen haben, bis zu jedem einzelnen Mitarbeitenden über drei Kontinente und 21 weltweiten Standorten.

An der Oslo Børs gelistet zu sein ist der neueste Schritt in der Entwicklung des Crayon Business und wird es uns ermöglichen, unseren Fokus weiter zu verstärken, bei Kunden, Partnern und Mitarbeitenden einen Mehrwert zu generieren. Wir führen unsere Mission fort, die Investition in komplexe Technologien beim internationalen Gewerbe und Handel zu optimieren.

Es ist eine beeindruckende Leistung für unser Business, dass wir diesen Punkt erreicht haben und unsere Einnahmen von 2’047 NOKm in 2012 auf 6’015 NOKm in 2016 steigern konnten. Tatsächlich konnten wir in den vergangenen fünf Jahren eine beachtliche durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 31% ausweisen und bieten unsere Services heute über 81% des adressierbaren IT Marktes an. In dieser Zeit haben wir die Zahl der Mitarbeitenden mehr als verdoppelt und 280 Millionen NOK in Gut und Wachstum investiert.

Diese signifikante geographische Expansion wurde sowohl organisch als auch durch Akquirieren erreicht und hat dazu geführt, dass Crayon tiefgreifende Beziehungen mit allen wichtigsten globalen Softwareherstellern entwickelt hat. Wir sind einer von Microsofts Top 10 der globalen Managed Partnern und haben letztes Jahr der Firma Redmond geholfen, 1 Milliarde USD zu generieren. 2017 wurde Crayon auch einer von nur drei globalen Microsoft GDPR Partner und bietet Firmen als natürliche Erweiterung seiner Herkunft in Software Asset Management (SAM) Data Compliance und Risikoverminderungslösungen.

Nach intensiven Investitionen in das eigene IP- und Beratungsbusiness kann Crayon nun stolz über 60 Servicegebiete – inklusive IOT und Machine Learning – zusätzlich zu den bestehenden Cloud Economy Praktiken anbieten. Was uns im Markt einzigartig macht, ist, dass wir unser Angebot mit unserem tiefgreifenden Verständnis für SAM untermauern und dies als intelligentes Fundament verwenden, um die Reise der digitalen Transformation bei Kunden zu navigieren. Damit können wir garantieren, dass ihre IT Umgebung optimiert bleibt.

Unser CEO Torgrim Takle sagt zu unserem Börsengang Folgendes: «Es ist ein stolzer Moment für alle von uns. Dieser Schritt lässt uns sichtbar auf der IT Landkarte aufleuchten und bringt uns auf das nächste Level der finanziellen Flexibilität, wo wir an der Spitze des globalen Marktplatzes antreten können. Es ist ein aufregender Tag für uns, und ich möchte all jenen für die harte Arbeit danken, die uns so weit gebracht haben.»

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Erste Schritte mit Microsoft Secure Productive Enterprise

Is Software Asset Management (SAM) even necessary? Isn’t it there to ensure that companies come out of audits no worse for wear and before disappearing into the nearest drawer until the next audit? The short answer is: of course not. You can find the somewhat longer (but more informative) answer below.

SAM must pay for itself

As mentioned, SAM isn’t a necessary evil that only costs more money before/during an audit. On the contrary, with SAM in place you will never find yourself in a situation in which damage control is the only option. SAM begins with compliance (ideally when contracts are renewed) and ensures an ongoing optimisation.

The goal is that you and your consultant gain an overview of your software assets at the beginning. Without this step, you’re running the risk of paying too much by buying unnecessary products in the wrong contract model. This process often lays open that there is both over- and under-licensing in certain areas.

Perhaps software products from different vendors are being used for the same purpose. If an audit shows that you are under-licensed, not only are you missing cost savings but you may receive a fine and look at re-licensing in worse conditions.

Comprehensive SAM ensures that costs are covered with the optimisation and savings are often higher.

What can SAM do?

First and foremost, you are legally secured vis-à-vis the licence provider if you have a well-established SAM system. You are compliant. This means that your licensing equals the contractually defined frame conditions, even if they change dynamically. If the software environment shifts, you are aware of it and know what repercussions your company faces because of it.

But not only can the licence provider change the conditions, your software use is subject to continuous change. It is not merely the legal aspects, after all. During a metering, for example, it becomes visible whether installed software is used, as well. This uncovers where one part of the optimisation potential is hidden. Insight into the purchase process (who buys products when and from whom) is particularly revealing, as this process is not always explicitly regulated, and overlaps (i.e. double licensing for the same or a similar product) occur, regularly.

You gain transparency which allows for you to review your assets at any time and create added value through savings. This transparency also ensures that you can deliver the information requested by the vendor in a short amount of time during an audit.

In short: SAM is an ongoing process.

How is SAM implemented successfully?

Successful and sustainable SAM happens gradually. As our experience shows, the necessary steps are ideally split into five phases:

  • Phase 1: SAM maturity analysis
  • Phase 2: Definition and creation of SAM strategy
  • Phase 3: Step-by-step SAM implementation
  • Phase 4: Inspection and initial SAM operation
  • Phase 5: Ongoing SAM and optimisation

During the SAM maturity analysis, no tools are applied and no licences will be counted. This step is designed to determine how advanced the SAM processes are in a company. Structured interviews with senior stakeholders of the company are used to collect this data.

The following 7 SAM areas are evaluated and questioned during the interviews (on the basis of ISO 19770-1):

The SAM strategy must express the goal of the company to ideally manage software, only use legal software, and elaborate the approach for legally obtaining software. Often, relevant instructions and trainings of the employees are necessary. Employees must recognise the value of software, understand the difference between legal and illegal use, and pledge to use software duly.

To build SAM in a focused way, a short and clearly phrased SAM strategy is essential. Less is often more:  “What do we want?” “Where do we want to go?” “What kind of roles, processes, and methods are important?”

The answers to these questions should be included in the information for new employees and need to be communicated to existing employees (e.g. on a bulletin board of the company, an intranet, or trainings). All employees must know the SAM strategy and the consequences of non-compliance. It is advisable to include the SAM strategy in the IT guidelines and the user manual and to have employees confirm that they have understood it.

The more specific question, “Which software do we need?” will help to correctly and efficiently buy and use software. Furthermore, the answer to this question can be a guideline for the establishing and upkeeping of the appropriate standard. They can determine the right software profile for every computer and user by checking whether or not the department/ employees need other or additional software/ applications. This first step identifies superfluous software, and your company can decide if it wants to keep using a product.

Phase 3 is all about implementing SAM, step by step. The interaction between processes and the SAM tool is central during this step. A first inventory of your software has to be created with the SAM tool. Only if you know which programs are installed on all computers of your company (desktops, laptops, and all software copies your employees have installed at home) you can define the current software need as well as how to proceed. The processes will help, continuously developing SAM and thereby improve its maturity. Another aspect of this step is to test the existing roles, processes and methods in terms of functionality and adjust them if necessary.

You can compare the installed software on your computers with the existing licences and licence regulations. It is necessary to keep in mind that there are certain licence contracts (e.g. multiple licence contracts) which allow for a defined amount of copies of individual programs and a limited number of users who access the software simultaneously in a network. A tool with included licence management can support you with this.

The original licence states how many users are permitted. Do not rely on original CDs or discs, as only the original licence is valid!

After having identified the illegal software copies in your company, you must delete them from your computers. Now you can compare the legal software copies which remain on your computers with the software need that you have determined during the creation of the inventory.

At the end of phase 4, you can create an official list of software to use based on the inventory, the upgrades, new purchases and the purchase requisition of your employees. This list should include the following: the name of the programs, language versions, version numbers, number of allowed copies or users for the licence, computers on which copies are installed, as well as plans of future extension, upgrades, or software removals.

The correct software management is an ongoing process, which means that phase 5 – ongoing SAM operation and optimisation – is a step into the future. It allows to supervise the adherence to regulations, protect against illegal software use, keep your list of supported software up-to-date, and plan ahead for the coming three years.

And finally…

Every company can profit from SAM. This may appear to be a bold statemen but it is nonetheless accurate. Those who do not have their software assets under control will end up paying more overall.

The rule of thumb states that the bigger the company, the more complex the process and the higher the potential savings/ optimisation. An appraisal of the existing processes pays off, if only to evaluate the risk and optimisation potential. A SAM maturity analysis offers the necessary overview with which you can calculate the next steps.

Used industry standards and reference models

ITIL as well as the ISO 19770-1 are essential components of a SAM model:

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Erste Schritte mit Microsoft Secure Productive Enterprise

Braucht es SAM überhaupt? Soll es nicht einfach dafür sorgen, dass man ein Audit mit einem blauen Auge übersteht und hinterher in einer Schublade verschwinden, bis das nächste Audit vor der Tür steht?
Die kurze Antwort darauf lautet: Natürlich nicht! Die etwas längere (dafür aber informativere) Antwort finden Sie hier:

SAM soll für seine eigenen Kosten aufkommen

Wie bereits angetönt, ist SAM kein notwendiges Übel, das nur zusätzlich Geld vor oder während einem Audit kostet. Im Gegenteil: Mit professionellem SAM kommt es nie zu der Situation, in der man nur noch Schadensbegrenzung betreiben kann. SAM beginnt mit Compliance (und das im Idealfall bereits bei der Vertragsverlängerung) und gewährleistet dann eine anhaltende Optimierung.

Das A und O dabei ist, dass Sie und Ihr Berater sich gleich zu Beginn einen Überblick über Ihre Software Assets verschaffen. Denn ohne diesen Schritt laufen Sie Gefahr, durch den Kauf unnötiger Produkte zu schlechten Konditionen im falschen Vertragsmodell zu viel zu bezahlen. In diesem Prozess zeigt sich oft, dass in gewissen Bereichen eine Überlizenzierung und eine Unterlizenzierung vorliegt. Möglicherweise sind auch Software Produkte verschiedener Hersteller für denselben Zweck im Einsatz. Wenn dann noch ein Audit aufzeigt, dass man (obwohl man eigentlich zu viel bezahlt hat) unterlizenziert ist, kommt zu den verpassten Einsparungen noch eine Busse und eine Nachlizenzierung zu deutlich schlechteren Konditionen hinzu.

Umfassendes SAM sorgt dafür, dass nicht nur seine eigenen Kosten durch die Optimierung gedeckt werden, sondern die Einsparungen sogar oftmals deutlich höher sind.

Was genau kann SAM?

In erster Linie sind Sie mit besser etabliertem SAM natürlich rechtlich gegenüber dem Lizenzgeber abgesichert. Sie sind «compliant»; das heisst, Ihre Lizenzierung entspricht den vertraglich vorgegebenen Rahmenbedingungen, selbst wenn diese sich dynamisch verändern. Wenn sich die Softwarelandschaft bewegt, sind Sie darüber im Bilde und kennen die Auswirkungen auf Ihr Unternehmen.
Aber nicht nur die Lizenzgeber verändern ihre Bedingungen, auch bei Ihnen unterliegt die Verwendung von Software einem steten Wandel. Denn es geht ja nicht nur um die rechtlichen Aspekte. Durch das Metering wird zum Beispiel laufend festgestellt, ob installierte Software auch genutzt wird. So wird sichtbar, wo sich ein Teil des Optimierungspotenzials versteckt. Der Einblick in Ihren Einkaufsprozess (wer kauft Produkte wann und bei wem) ist oft besonders aufschlussreich, denn nicht immer ist dieser Prozess klar geregelt, und es entstehen schnell Überschneidungen (sprich: Doppellizenzierungen für dasselbe oder ein ähnliches Produkt).

Sie erhalten eine Transparenz, die es Ihnen zu jedem Zeitpunkt erlaubt, Einsicht zu nehmen und einen Mehrwert durch Einsparungen zu generieren. Diese Transparenz sorgt auch dafür, dass Sie in einem Auditfall ohne grossen Zusatzaufwand die vom Hersteller verlangten Informationen liefern können.

Kurzum: SAM ist ein kontinuierlicher Prozess, spart Zeit und Geld und zeigt jederzeit auf, wo sich verstecktes Potential im Software Lifecycle befindet. Verstecktes Potential heisst Optimierungspotential und Optimierungspotential heisst Einsparpotential.

Wie wird SAM erfolgreich eingeführt?

Ein erfolgreiches und nachhaltiges SAM findet schrittweise statt. Die aus unserer Sicht dafür notwendigen Schritte haben wir in fünf Phasen unterteilt:

  • Phase 1: SAM Maturitätsanalyse
  • Phase 2: Definition und Aufbau der SAM Strategie
  • Phase 3: Schrittweise SAM Implementation
  • Phase 4: Überprüfung und erster SAM Betrieb
  • Phase 5: Laufender SAM Betrieb und Optimierung

In der SAM Maturitätsanalyse kommen noch keine Tools zu Einsatz, und es werden auch noch keine Lizenzen gezählt. Bei diesem Schritt geht es darum festzustellen, wie fortgeschritten der SAM Prozess in einem Unternehmen ist. Erhoben wird dies durch strukturierte Interviews mit den wichtigsten SAM Stakeholdern der Firma. Evaluiert wird unter anderem, wie SAM bereits betrieben wird, ob Tools im Einsatz sind, ob Reports an die richtigen Stellen gelangen, etc. Es wird das Fundament für weitere Schritte gelegt.

In den Interviews werden folgende 7 SAM Bereiche untersucht und hinterfragt (auf Basis von ISO 19770-1):

Die SAM Strategie sollte das Ziel des Unternehmens zum Ausdruck bringen, die Software bestmöglich zu verwalten, nur legale Software einzusetzen und die Vorgehensweise beim Erwerb legaler Software zu verdeutlichen. Dazu sind oftmals entsprechende Weisungen und Schulungen der Belegschaft notwendig. Die Mitarbeitenden sollen den Wert von Software erkennen, den Unterschied zwischen legalem und illegalem Gebrauch verstehen und sich verpflichten, die Software ordnungsgemäss zu nutzen.
Um SAM fokussiert aufzubauen, ist eine kurze, klar formulierte SAM Strategie unumgänglich. Weniger ist auf Grund unserer Erfahrungen dabei mehr. «Was wollen wir?» «Wohin wollen wir?» «Was sind dabei für Rollen, Prozesse und Methoden wichtig?» Die Antworten auf diese Fragen sollten dem Informationsmaterial für neue Mitarbeitende beiliegen und an alle gegenwärtigen Mitarbeitenden kommuniziert werden (zum Beispiel an einem Schwarzen Brett der Firma und über ein Intranet oder Trainings). Alle Mitarbeitenden müssen die SAM Strategie und die Konsequenzen bei Verstoss kennen. Es empfiehlt sich daher, die SAM Strategie den IT Richtlinien und dem Benutzerhandbuch beizulegen und von den Mitarbeitern als verstanden zu bestätigen.
Die spezifischere Frage «Welche Software brauchen wir?» wird dabei helfen, Software korrekt und effizient zu kaufen und zu nutzen. Darüber hinaus kann die Antwort auf diese Frage auch eine Richtlinie für den Aufbau und Erhalt eines entsprechenden Standards sein. Sie können das richtige Softwareprofil für jeden Computer und User ermitteln, indem Sie nachprüfen, ob die Abteilungen/Mitarbeitenden andere oder zusätzliche Software oder Anwendungen benötigen. So lässt sich bereits in einem ersten Schritt überflüssige Software identifizieren, und Ihr Unternehmen kann entscheiden, ob es dieses Produkt weiter nutzen möchte.

In Phase 3 geht es darum, SAM schrittweise zu implementieren. Das Zusammenspiel von Prozessen und SAM-Tool spielen in diesem Schritt eine zentrale Rolle. Mit einem SAM-Tool muss eine erste Inventur Ihrer Software erstellt werden. Nur wenn Sie wissen, welche Programme auf allen Computern in Ihrer Firma installiert sind (Desktops, Laptops und alle Programmkopien, die Ihre Mitarbeitenden zu Hause auf ihren PCs installiert haben), können Sie den aktuellen Softwarebedarf bestimmen und das weitere Vorgehen definieren. Die Prozesse werden Ihnen dabei helfen, SAM kontinuierlich weiter zu entwickeln und dadurch die Maturität zu steigern.
In der Phase der SAM Implementation gilt es auch, die definierten Rollen, Prozesse und Methoden auf ihre Funktionsfähigkeit zu testen und allenfalls zu justieren.

Sie können die auf den Firmencomputern installierte Software mit den vorhandenen Lizenzen und Lizenzbestimmungen vergleichen. Hier gilt es auch, daran zu denken, dass einige Lizenzverträge (z.B. Multiple License Verträge) es gestatten, eine bestimmte Anzahl von Kopien eines einzelnen Programms zu erstellen, und dass eine begrenzte Anzahl von Anwendern die Software gleichzeitig in einem Netzwerk nutzen kann. Ein Tool mit zusätzlich integrierter Lizenzvertragsverwaltung kann hier unterstützen.
In den Originallizenzen steht, wie viele Nutzer erlaubt sind. Verlassen Sie sich nicht auf eine Original CD oder Diskette, denn nur die Lizenz selbst hat Gültigkeit!
Nachdem Sie illegale Softwarekopien in Ihrem Unternehmen identifiziert haben, müssen Sie diese von den Computern löschen. Das ist auch der ideale Zeitpunkt, um Ihre Mitarbeitenden an die Softwarepolitik des Unternehmens und die Gefahren im Zusammenhang mit illegaler Software zu erinnern. Nun können Sie die legalen Softwarekopien, die auf den Computern verbleiben, mit dem Softwarebedarf vergleichen, den Sie bei der Aufstellung des Inventars ermittelt haben.
Am Ende von Phase 4 können Sie nun auf der Grundlage des Inventars, der Upgrades, neuer Einkäufe und der Bedarfsmeldungen Ihrer Mitarbeitenden eine offizielle Liste der Software erstellen, mit der Ihre Mitarbeitenden arbeiten dürfen. Diese Liste sollte Folgendes beinhalten: die Bezeichnungen der Programme, Sprachversionen, Versionsnummern, Anzahl der durch die Lizenz erlaubten Kopien oder Nutzer, die Computer, auf denen die Kopien installiert sind, sowie Pläne für zukünftige Erweiterungen, Upgrades oder Programmentfernungen.

Korrektes Softwaremanagement ist ein permanenter Prozess, daher ist auch Phase 5 – der laufende SAM Betrieb und die Optimierung – ein Schritt in die Zukunft. Sie erlaubt es, die Einhaltung der Vorschriften zu überwachen, sich gegen den Einsatz illegaler Software zu schützen, Ihre Liste der unterstützten Software auf dem neuesten Stand zu halten und für die nächsten drei Jahre vorauszuplanen. Es ist sinnvoll, einen bestimmten Mitarbeitenden Ihrer Firma mit dieser Aufgabe zu betrauen und so eine zentrale Anlaufstelle zu schaffen. Es lohnt sich, halb oder mindestens jährlich eine umfassende Lizenzbilanz zu erstellen.
In bestimmten Abständen sollten Sie zudem stichprobenartige Überprüfungen bei einzelnen Computern durchführen, um sicherzustellen, dass keine illegale Software versehentlich oder vorsätzlich installiert wurde. Wenn Mitarbeitende die Firma verlassen, achten Sie stets darauf, dass die Software, mit der sie gearbeitet haben, in Ihrem Unternehmen verbleibt, und dass keine Kopien erstellt oder mitgenommen werden.
Nachdem Sie Ihren Softwarebestand geordnet haben, müssen Sie dennoch Ihr Arbeitsumfeld weiterhin im Hinblick auf illegale Software überwachen.

Zum Schluss

Jedes Unternehmen kann von SAM profitieren. Das scheint wie ein mutiges Statement, trifft aber zu. Wer die Software Assets nicht im Griff hat, wird auf die ein oder andere Weise zweifelsohne draufzahlen. Dazu gilt die Faustregel, je grösser eine Unternehmung ist, umso komplexer ist der Prozess und umso mehr kann optimiert werden. Entsprechend lohnt sich auf jeden Fall eine Bestandsaufnahme der existierenden Vorgänge, um festzustellen, wie gross Risiko und Optimierungspotenzial sind. Eine SAM Maturitätsanalyse gibt Ihnen den nötigen Überblick, mit dem Sie den Nutzen weiterer Schritte abwägen können.

Verwendete Industriestandards und Referenzmodelle

ITIL wie auch die ISO 19770-1 sind wesentliche Bestandteile eines SAM Modells: