Aufeinander abgestimmt: Oracle Lizenzierung, Hardware & Cloud

Aufeinander abgestimmt: Oracle Lizenzierung, Hardware & Cloud

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Getting on Top of Your Oracle Licensing - what you need to know

Oracle Lizenzierung bringt eine sehr hohe Komplexität mit sich, welche stark von den Funktionalitäten und der zur Verfügung gestellten Ressourcen der Infrastruktur abhängt. Dieser Umstand wird schnell klar, wenn Oracle Datenbanken von physikalischen Servern in die virtuelle Welt angehoben werden. In virtuellen Umgebungen wird Oracle nach dem Prinzip von «Full Capacity» lizenziert, was bedeutet, dass der komplette Footprint der zur Verfügung stehenden Ressourcen lizenziert werden muss. Neue Funktionen wie Live Migration von VMware (ESX 6.0) haben diesen Footprint enorm erweitert, was dazu führt, dass sich die Zielpreise schnell in grossen Höhen bewegen.

Viele Endkunden sind sich dieser Problematik nicht bewusst und sind dadurch enormen Risiken ausgesetzt. Wie finde ich als Endkunde nun für mich das optimale Modell? Zuerst müssen die Infrastruktur und die Technologie so gut wie möglich dem tatsächlichen Bedarf angepasst werden. Auch muss sichergestellt werden, dass dieser Bedarf und die zur Verfügung stehenden Ressourcen selbst limitiert sind. Genau diese Limitation ist wichtig, um die Kosten im Oracle Umfeld im Griff zu behalten, denn der grösste Kostentreiber ist der Prozessor (OCPU)!

 

Gehen wir noch einen Schritt weiter, gibt uns Oracle die Möglichkeit, DBs auch in der Oracle Cloud oder OnPremise als Cloud@Customer zu betreiben. Lizenzrechtlich betrachtet sind diese Modelle sehr spannend, denn sie erlauben es, den effektiven Bedarf pro Server (VM) zu lizenzieren und nicht Full Capacity, was bedeutet, dass die Prozessoranzahl massiv reduziert werden kann! Sollten Sie Oracle beispielsweise auf AWS oder Azure betrieben wollen, gibt es ähnliche Modelle die dies zulassen. Man spricht dabei von «Bring your own License» (BYOL), womit eine Oracle DB sogar in einer Public Cloud eines Drittanbieters betrieben werden kann. Sollte hierbei die Public Cloud aus Datensicherheitsgründen kein Thema sein, ist Cloud@Customer von Oracle eine spannende Alternative, denn damit wird die lokale Datenhaltung sichergestellt. Es gibt also verschiedenste Möglichkeiten, und Crayon bietet mit dem «Oracle Optimization Service» die Gelegenheit, verschiedene Lizenzszenarien bewerten zu können und die Vor- und Nachteile abzuwägen. Wichtig ist es, eine klare Strategie zu entwickeln, welche sicherstellt, dass man stets compliant ist und den eigenen Bedarf optimiert lizenziert hat.

 

Um entsprechend der Anforderungen lizenzieren zu können, muss natürlich auch bedürfnisorientierte Hardware im Betrieb sein. Oracle Datenbanksysteme erfordern geeignete Infrastrukturen, sei es nun als Plattform im eigenen Data Center oder als Cloud Service. Da die Leistungskennzahlen einer solchen Oracle Infrastruktur unglaublich komplex sind, können sie nur mit einem Benchmark (Leistungsvermessung) ermittelt werden. Dieser genaue Blick lohnt sich, denn mithilfe eines Benchmarks kann ganz einfach überprüft werden, ob die Performance Erwartungen an die Infrastruktur überhaupt erfüllt werden können und ob die versprochenen (und unter Laborbedingungen ermittelten) Performance Kennzahlen der Hersteller in der Praxis erreicht werden.

Ein Benchmark ermöglicht auch eine fundierte Kapazitätsplanung mit zuverlässigen Kennzahlen und hilft schliesslich bei der Auswahl von Systemen und Komponenten mit optimalem Preis-/Leistungsverhältnis. So sind faktenbasierte Entscheidungen bei der Systemarchitektur (Komponenten, Technologien, Konfigurationen) möglich, die zu effizienten Infrastrukturen mit niedrigen Kosten führen. Die Performanceanforderungen werden auf Anhieb erfüllt und eine prognostizierbare Leistung bei stabilem Systemverhalten wird geliefert.

 

Zum Benchmarking von Oracle Infrastrukturen wurde eigens die peakmarks® Software entwickelt. Damit ist es jedem Oracle Datenbankbetreiber möglich, mit geringem Aufwand und innerhalb von wenigen Stunden Leistungskennzahlen für typische Oracle Workloads in unterschiedlichen Situationen zu ermitteln. Die Notwendigkeit langandauernder, komplizierter und teurer Machbarkeitsstudien entfällt. Der Prozess läuft vollautomatisch ab und liefert innert kürzester Zeit vollständige, detaillierte und leicht verständliche Leistungsbeschreibungen von Oracle Infrastrukturen. Die Software ist konfigurierbar – skaliert vom Notebook bis zu den grössten Clustersystemen – und von Engineers mit Oracle Kenntnissen einfach zu bedienen. Das Leistungsverhalten verschiedener Lösungen, sei es im eigenen Data Center oder als Cloud Service, kann problemlos überprüft werden und die Ergebnisse sind vergleichbar. Mit dem richtigen Durchblick kann somit vermieden werden, dass halb-ausgelastete und voll-lizenzierte Hardware zum Einsatz kommt und unnötig Kosten verursacht.

 

Gerade bei Oracle können die Infrastruktur und die Software nur Hand in Hand zu einer optimalen Einheit werden. Deswegen sorgen in der Schweiz Crayon und Tradeware gemeinsam dafür, dass eine umfassende und persönlich abgestimmte Lösung gefunden und implementiert werden kann.